Mit dem Keilkissen gegen Rückenprobleme – So geht’s

Keilkissen sind – wie der Name schon vermuten lässt – orthopädische Stützkissen, die keilförmig gestaltet sind (hinten höher als vorne). Das Innere der Kissen besteht üblicherweise aus Schaumstoff und ist zumeist mit einer darüberliegenden Stoffhülle geschützt. Erhältlich sind die Kissen in vielen verschiedenen Größen, Höhen, Farben und Ausführungen (aufblasbar, klappbar, usw.). Das Besondere an einem Stützkissen ist vor allem seine vielfältige Einsatzmöglichkeit. Ob daheim auf dem Sessel oder im Bett, im Büro oder für den Rollstuhl – das Kissen ist einfach überall und jederzeit verwendbar. Geeignet sind die Kissen aber auch für unterwegs und auf Reisen. Rutschfeste Modelle machen z. B. den Gebrauch im Zug oder Auto interessant. Stützkissen können bei vielen Beschwerden helfen: Wir zeigen Ihnen, was Sie über Keilkissen wissen sollten!

Wo ein Keilkissen behilflich sein kann

Keilkissen auf Sessel/Stuhl

Stützkissen können bei vielen Gesundheitsproblemen verwendet werden. Empfehlenswert sind die Stützkissen aber vor allem für Menschen mit Rückenschmerzen, da sie für eine besonders entspannte Sitzhaltung sorgen. Ermöglicht wird das durch die leichte Schräge des Kissens, die das Becken leicht nach vorne kippen lässt und die leichte S-Form der Wirbelsäule unterstützt. Zugleich werden mit einem Stützkissen die Bandscheiben entlastet und die Durchblutung im Unterbauch sowie der Beine gefördert, was vor allem bei langem Sitzen wichtig ist. Eine große Hilfe können die Stützkissen auch für Personen sein, die eine orthopädische Behandlung oder gar eine Operation hinter sich haben. Hier sind die Kissen oftmals schmerzlindernd und können sogar den Heilungsprozess beschleunigen. Und damit Rückenprobleme erst gar nicht auftreten, sollten schon junge Menschen vorsorgen und – bei vorwiegend sitzender Tätigkeit – ein Stützkissen verwenden.

Keilkissen im Bett

Im Bett lässt sich das Stützkissen auf zwei unterschiedliche Arten einsetzen. Zum einen kann es im Kopf-, zum anderen im Fußbereich (unter der Matratze) platziert werden. Durch eine höhere Lagerung des Kopfes wird nicht nur das Schnarchen vermindert, sondern auch nächtliches Sodbrennen. Und selbst ein Schnupfen oder Entzündungen der Atemwege lassen sich mit einem Stützkissen unter dem Kopf besser ertragen. Wenn das Stützkissen im Fußbereich platziert wird, entlastet es – ähnlich wie das Keilkissen zum Sitzen – Wirbelsäule und Bandscheiben. Zudem verbessert die erhöhte Lage die Durchblutung der Beine und entlastet eventuell vorhandene Krampfadern. Selbstverständlich lässt sich ein Keilkissen auch als Rückenstütze beim Sitzen im Bett verwenden. Hier sorgt es für eine rückenschonende Position beim Lesen, Fernsehen, usw.

Keilkissen im Auto

Ein Stützkissen kann nicht nur beim Sitzen auf Stühlen und Sesseln oder im Bett eingesetzt werden, sondern sorgt auch im Auto für eine bessere Haltung. Bei Autositzen sind die Höhe und die Rückenlehne zwar verstellbar, was aber für optimales Sitzen nicht immer ausreicht. Dass die Sitzhaltung nicht stimmt, macht sich meist erst bei längeren Strecken bemerkbar. Hier treten dann Beschwerden, wie z. B. Ermüdungserscheinungen, Schmerzen und Krämpfe in Beinen oder Füßen und natürlich Rückenschmerzen auf. Viele Fahrer greifen bei solchen Problemen gerne auf ein „normales“ Stuhl- oder Sofakissen zurück. Dies ist aber nicht wirklich ratsam, denn diese Kissen geben keinen Halt und sind somit auch nicht gesundheitsfördernd.

Keilkissen beim Baby

Beim Baby ist ein Stützkissen in vielerlei Hinsicht nützlich. Bedingt durch die leichte Erhöhung, lassen sich sowohl Verdauung als auch Atmung gut unterstützen. Vor allem bei Schnupfen und Ohrenentzündungen lindert ein Stützkissen oftmals die Beschwerden der Kleinen. Und auch Speibabys, die nach den Mahlzeiten oft erbrechen, kann das erhöhte Kissen absolut hilfreich sein. Da Babys meist viel auf dem Rücken liegen, ist ein Stützkissen aber auch als Schutz einer Abplattung des Hinterkopfes (Plagiozephalie) sinnvoll. Um das Kind in der richtigen Position zu halten, gibt es praktische Seitenrollen als Zubehör. Diese sind in verschiedenen Größen erhältlich und mit den Stützkissen problemlos kombinierbar. Wenn das Baby gerne in der Seitenlage liegt, empfehlen sich eigens dafür angefertigte Stützkissen. Diese verhindern, dass sich das Kind auf den Bauch dreht (Stichwort: plötzlicher Kindstod!). Stützkissen gibt es übrigens für Kinderwägen, Wiegen und Gitterbettchen.

Für wen ist das Kissen besonders geeignet?

Wie oben schon kurz erwähnt, eignen sich die Stützkissen vor allem für Menschen mit Rückenproblemen aller Art. Aber auch Babys und älteren Kindern können sie bei vielen gesundheitlichen Belangen nützlich sein. Weiters sind sie für Personen ideal, die auf die Hilfe eins Rollstuhls angewiesen sind. Hier fördern Stützkissen nicht nur die optimale Sitzhaltung, sondern senken durch ihre druckentlastende Wirkung auch das Dekubitus-Risiko (Druckgeschwür).

Wichtige Qualitätsmerkmale beim Keilkissen-Kauf

Die Wahl des richtigen Stützkissens ist vor allem auch vom gewünschten Verwendungszweck abhängig. Unabhängig des Einsatzgebietes, sollte aber immer auf eine stark verdichtete Schaumstoff-Füllung geachtet werden. Empfehlenswert sind besonders solche Modelle, die mit einer Füllung aus PE, VB 120, PU oder mit Ether-Schaum ausgestattet sind. Stützkissen mit einer zu weichen Füllung erweisen sich als nicht besonders hilfreich, da sie über keine ausreichende Stützwirkung verfügen. Neben der stützenden Wirkung sorgt das härtere Innenleben übrigens auch für eine längere Lebensdauer des Kissens.
Weiters ist beim Kauf eines Stützkissens auch die richtige Größe mitentscheidend. Vor allem bei einem Modell für den Stuhl sollte darauf geachtet werden, dass es kleiner als die Sitzfläche ist.
Auf jeden Fall sollte das Stützkissen einen abnehmbaren, waschbaren Bezug haben. Der Bezug kann aus Baumwolle, Mikrofaser, Polyester, Frottee, Samt oder Velours bestehen. Die drei zuletzt genannten Stoffe haben übrigens eine rutschfeste Oberfläche und eignen sich daher besonders für den Gebrauch im Auto. Für lange Bürotage sind vor allem atmungsaktive Bezugsstoffe von Vorteil – besonders, wenn sie zusätzlich noch mit einer Vliesauflage zwischen Füllung und Bezug ausgestattet sind.

Wie oft sollte die Füllung gewechselt werden?

Selbst die beste Schaumstoff-Füllung wird mit der Zeit etwas weicher und nachgiebiger. Wenn Sie ein Keilkissen mit wechselbarer Füllung haben, sollten Sie die Füllung daher regelmäßig austauschen, um die Funktionalität des Stützkissens zu erhalten. Wenn eine Füllung nachgibt, merken Sie das daran, dass das Kissen nicht mehr so gut federt oder die Ursprungsform nicht mehr annimmt, wenn Sie es länger nicht nutzen.

Richtige Pflege des Kissens: Wie & wie oft kann das Kissen gewaschen werden?

Wie auch bei anderen Textilien, muss auch beim Stützkissen auf die richtige Hygiene geachtet werden. Ist das Kissen mit einem Bezug ausgestattet, kann dieser – nach Bedarf – meist in der Waschmaschine bei 40 oder 60 Grad Celsius gereinigt werden. Wer sich für ein aufblasbares Stützkissen entscheidet, kann dieses mit einem leicht angefeuchtetem Tuch abwischen.