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Körnerkissen

Körnerkissen

Es gibt eine große Vielfalt an Körnerkissen in verschiedenen Formen und Größen. Ihr Kernstück sind die Körnerfüllungen, die es in zahlreichen Varianten gibt. Sie können zur Kälte- oder Wärmebehandlung eingesetzt werden und helfen unter anderem Muskelverspannungen zu lösen und Schmerzen am Bewegungsapparat zu lindern. Ihr Wirkspektrum reicht aber noch viel weiter und ist abhängig von der Art der Anwendung und der Füllung. Wir zeigen, welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen Füllungen gibt, wie die Kissen angewendet werden und worauf bei der Handhabung zu achten ist.

Körnerkissen Füllungen

Welche Kerne sind am besten für Körnerkissen?

Für die Füllung von Körnerkissen werden entweder Obstkerne oder Getreidekörner verwendet. Nicht immer werden die ganzen Körner genutzt, sondern nur gewisse Bestandteile wie zum Beispiel die Spelzen bei Dinkel, Buchweizen und Hirse. Die vollen Körner und Kerne haben sehr gute Temperatureigenschaften. Sie können Kälte und Wärme sehr lange speichern und geben sie nur langsam an den Körper ab. Sie sind besonders als Wärmekissen für eine Langzeitanwendung geeignet, weil sie auch bei längerer Applikation die Körpertemperatur nicht unterschreiten. Deshalb bereitet auch das Einschlafen während der Anwendung keine Probleme. Im Gegensatz zu früher ist die Verwendung von Füllungen mit Weizen und Roggen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Das hängt mit der Zunahme von Allergikern gegen diese beiden Getreidearten zusammen. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse werden heute meistens folgende Körnerkissen verwendet:

Dinkelkissen

Dinkelkissen

Buchweizenkissen

Hirsekissen

Hirsekissen

Kirschkernkissen

Kirschkernkissen

Traubenkernkissen

Obstkerne

Wie lang darf ein Körnerkissen in die Mikrowelle?

Die Körnerkissen können in der Mikrowelle bei 600 bis 800 Watt in zwei bis drei Minuten oder Backofen bei 100 Grad innerhalb von 15 Minuten aufgewärmt werden.

Kann man mit einem Körnerkissen auch kühlen?

Kissen mit Körnerfüllung können auch gekühlt angewendet werden. Zur Kühlung werden sie für mindestens eine Stunde mit einer Schutzhülle (z.B. Gefrierbeutel) ins Gefrierfach gelegt.

Wie kann man Körnerkissen reinigen?

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Körnerkissen im Vergleich zu anderen Kälte- und Wärmeapplikationen

Körnerkissen sind multifunktionell. Sie können je nach Bedarf sowohl zur Wärme- als auch zur Kälteübertragung genutzt werden. Mit dieser Eigenschaft können sie einerseits Wärmflaschen und Heizkissen ersetzen, andererseits aber auch Coolpads und mit Eiswürfel gefüllte Stoffbeutel. Im Gegensatz zu diesen Anwendungen geben sie Kälte oder Wärme nur langsam ab. Die Veränderung über- oder unterschreitet die Körpertemperatur niemals. Deshalb werden sie auch bei längerer Positionierung am Körper nicht als störend oder unangenehm empfunden. Dazu trägt auch die Flexibilität der Kissen bei. Sie sind leicht verformbar und passen sich den Körperkonturen an.
Bei vielen Füllungen wird bei der Erhitzung etwas Feuchtigkeit frei. Auch das erhöht den Komfort bei der Anwendung. Die Feuchtigkeit setzt den Hautwiderstand herab, sodass die Wärme leichter und tiefer ins Gewebe eindringen kann. Sie verteilt sich besser im Gewebe und sammelt sich nicht ausschließlich in den oberen Hautschichten. Das empfinden die meisten Menschen als sehr angenehm. Außerdem erhöht es die Wirkung im tiefer gelegen Muskelgewebe.

Die Auswahl des richtigen Körnerkissens

Die Frage welches Körnerkissen für wen am besten geeignet ist, lässt sich nicht einfach beantworten. Ihre Wirkung hängt einerseits von der verwendeten Füllung und ihren Eigenschaften ab, andererseits aber auch von den individuellen Empfindungen der Nutzer. Kleine Körner werden in der Regel als angenehmer empfunden als große. Das hängt damit zusammen, dass sie den Druck auf der Haut und dem übrigen Gewebe gleichmäßiger verteilen. Bei größeren Exemplaren wie zum Beispiel Kirschkernen ist das deutlich weniger der Fall. Der Druck einzelner Körner wird deutlich wahrgenommen. Manche Menschen empfinden das als unangenehm, während andere die dadurch ausgelöste Mehrdurchblutung im Gewebe schätzen. In diesem Zusammenhang sollte auch erwähnt werden, dass die Druckempfindung entscheidend vom Füllvolumen beeinflusst wird. Zu prall gefüllte Kissen übertragen den Druck unmittelbar auf das Gewebe. Das wird schnell sehr unbequem. Eine zu geringe Füllung kann bei Kissen, die zur Unterstützung genutzt werden, ebenfalls unangenehme Folgen haben. Der gelagerte Körperteil sinkt zu sehr ein. Besonders im Bereich der Wirbelsäule werden dadurch bestimmte Strukturen überlastet. Sie können schmerzhaft reagieren. Aus diesen Gründen sollte die Füllung an die individuellen Bedürfnisse und Empfindungen angepasst werden.

Die Eigenschaften von Körnerkissen und ihre Anwendung

Die Körnerkissen mit einer Füllung aus Dinkelspelz eignen sich sehr gut als Stütz- und Kopfkissen, obwohl sie beim Bewegen des Kopfes raschelnde Geräusche verursachen. Sie passen sich hervorragend an die Körperkonturen an und stützen Kopf und Halswirbelsäule in idealer Weise ab. Das lässt das Rascheln sehr schnell vergessen und hilft beim schnellen Einschlafen. Außerdem verbreiten sie eine entspannende Wirkung. Dadurch werden die Tiefschlafphasen verlängert und der Erholungseffekt des Schlafens verbessert. Leicht angewärmt kann dieser Effekt noch verstärkt werden. Allerdings ist ihre Speicherkapazität für Wärme nicht sehr hoch. Ähnliches gilt für Hirse- und Buchweizenkissen, da bei ihnen ebenfalls die Spelzen für die Füllung benutzt werden.
Kirschkerne besitzen eine sehr hohe Speicherkapazität für Wärme. Sie geben sie nur langsam ab und vermitteln den Nutzern sehr lange ein wohltuendes Gefühl. Deshalb sind sie besonders für die Entspannung und die Schmerzlinderung geeignet. Außerdem sind sie die ideale Alternative für alle, die eine Getreideallergie haben. Das Gleiche gilt für Traubenkerne. Sie können Wärme zwar nicht so lange speichern wie Kirschkerne, besitzen aber ein ähnliches Wirkspektrum.

Die Wirkungen von Körnerkissen

Unabhängig von der Füllung wirken alle Körnerkissen aufgewärmt entspannend und schmerzlindernd. Das hängt nicht nur mit der Wärme, sondern auch damit zusammen, dass durch die Erhitzung Wirkstoffe frei gesetzt werden, die hormonähnliche Eigenschaften besitzen. Sie setzen im Körper positive Prozesse in Gang, die Krankheitserssymptome reduzieren können. Kälteanwendungen mit den Körnerkissen werden besonders bei akuten Krankheitszeichen eingesetzt. Im Einzelnen werden von Anwendern die folgenden Wirkungen beschrieben:

Schmerzlinderung bei:

  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Bauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Rheumatischen Schmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Entspannungsförderung
  • Schlafförderung
  • Feuchtigkeitsregulierung, dadurch weniger Schwitzen
  • Antibakterielle und antivirale Wirkung
  • Durchblutungsförderung
  • Stoffwechselanregung
  • Förderung des Heilungsverlaufs bei Sportverletzungen
  • Stützende Wirkung für Kopf, Nacken und stillende Mütter

Wichtige Tipps zum Umgang mit Körnerkissen

Beim Kauf von Körnerkissen sind einige Aspekte zu beachten. Kissen, die mit kleinen Körnern gefüllt sind, sollten in mehrere Kammern eingeteilt sein, damit die Körnchen nicht so leicht verrutschen.
Dinkelkissen sollten mit einem Reißverschluss versehen sein, damit die Füllung in regelmäßigen Abständen einfach ausgetauscht werden kann. Die anderen Körnerarten müssen nicht ausgetauscht werden, verlieren nach etwa Jahren aber ihre Speicherkapazität für Wärme. Dann sollte ein Wechsel erfolgen. Körnerkissen können mit etwas handarbeitlichem Geschick leicht selber hergestellt werden. Für Dinkelkissen können auch handelsübliche Kissen mit Reißverschluss benutzt werden.
Die Körnerkissen können entweder in der Mikrowelle bei 600 bis 800 Watt in zwei Minuten oder im Backofen bei 100 Grad innerhalb von 15 Minuten aufgewärmt werden. Zur Kühlung werden sie für mindestens eine Stunde mit einer Schutzhülle ins Gefrierfach gelegt.