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Das richtige Kopfkissen finden

Ein erholsamer Schlaf bemisst sich nicht nur an der Quantität, sonder auch an der Qualität. Neben dem Lattenrost und der Matratze hat auch das richtige Kopfkissen einen entscheidenden Einfluss darauf. Doch was macht ein gutes Kopfkissen aus?

Was zeichnet ein gutes Kopfkissen aus?

Ein gutes Kopfkissen sollte vor allem den Kopf in liegender Position stützen. Gerade in der Nacht trägt das richtige Kopfkissen zu einem gesunden, erholsamen Schlaf bei. Genau wie Lattenrost und Matratze muss es einige Kriterien erfüllen, um einen angenehmen Schaf zu ermöglichen. Dazu gehören:

  • Ausgleich des Höhenunterschieds zwischen Kopf und Matratze
  • Entlastung der Wirbelsäule im Hals- und Nackenbereich
  • Feuchtigkeitsausgleich
  • Komfort

Ein gutes Kopfkissen muss so ausgestattet sein, dass es all diese Kriterien bietet.

Die optimale Größe eines Kopfkissens

Die klassische Standardgröße eines Kopfkissens beträgt 80 x 80 cm. Doch inzwischen haben sich noch andere Maße durchgesetzt und verdrängen die standardisierte Größe zunehmend. 

Immer wieder zeigt sich in Kopfkissen-Tests, dass rechteckige Kissen mit einem Maß von 40 x 80 cm beliebter werden. Es gibt auch noch zahlreiche weitere Kissengrößen. Letztlich ist die Wahl der Kissengröße aber abhängig von den individuellen Vorstellungen des Nutzers.

Die Kissenfüllungen im Vergleich

Ob ein Kopfkissen das richtige ist, hängt nicht nur von seiner Form und Größe ab. Von Bedeutung ist auch die Füllung, die einen wesentlichen Einfluss auf den Härtegrad und die Tauglichkeit für Allergiker hat.

Die Arten der Kissenfüllung sind inzwischen sehr vielfältig, am bekanntesten sind die folgenden:

 

  • Federn/ Daunen
  • synthetische Materialien
  • Schaumstoff
  • Naturhaare
  • Körner
  • Wasser

Letzte Aktualisierung am 12.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Daunenkissen / Federkissen

Kissen mit Federn- und Daunenfüllung sind nach wie vor der Standard. Die Kissen sind sehr weich, bieten aber dadurch kaum Stützkraft. Das Schlafgefühl ist durchaus angenehm kuschelig, für Menschen mit Nackenbeschwerden kann das jedoch ein Problem sein.

Synthetikfüllungen

Synthetische Füllungen in Kissen sind meist Flocken, Hohlfaserkügelchen oder Polyester-Sticks. Synthetische Materialien weisen eine höhere Formstabilität als Feder- und Daunenkissen auf und sind bei Nackenschmerzen eine Alternative. Auch für Menschen mit Feder- und Daunenallergie sind diese Füllungsmaterialien geeignet.

Schaumstoffkissen

Kissen mit Schaumstofffüllung sind sehr formstabil, jedoch nicht ganz so weich. Häufig kommt Schaumstoff in speziellen Nackenstützkissen zum Einsatz, zudem ist das Material allergikerfreundlich.

Naturhaarkissen

Naturhaarkissen enthalten als Füllung häufig Merino- oder Schafschurwolle oder auch Kamelhaar. Verglichen mit Feder- und Daunenkissen verhindern Naturhaarkissen einen übermäßigen Wärmestau und eignen sich deshalb vor allem für stark schwitzende Menschen. Zudem können sie leicht in Form gebracht werden und bieten mehr Stützwirkung als Kissen mit Federn und Daunen.

Körnerkissen

Schlafkissen mit Hirse- oder Dinkelfüllung sind zwar relativ fest, können sich aber trotzdem gut an den Körper des Anwenders anpassen. Menschen, die auf das statische Feld anderer Kissenfüllungen mit Migräne reagieren, können alternativ zu Kissen mit Körnerfüllung greifen. Da die Kissen Wärme speichern und diese langsam wieder abgeben, sorgen wie für ein wohliges Schlafgefühl und können sogar Schmerzen im Hals- und Nackenbereich lindern.

Wasserkissen

da die Wassermenge bei diesen Kissen individuell gewählt werden kann, sind diese Kissen sehr anpassungsfähig. Mit der Wassermenge lassen sich Härtegrad und Höhe regulieren. Die Stützwirkung von Wasserkissen ist sehr gut, weshalb Menschen mit Nackenschmerzen von den Kissen profitieren können. Zudem stellen Sie eine gute Alternative für Allergiker dar.

Die Schlafposition beeinflusst die Wahl des Kopfkissens

 

Die Schlafgewohnheiten jedes Menschen sind so individuell, wie er selbst. Dabei hat die Schlafposition entscheidenden Einfluss auf die Wahl des Kopfkissens.

Kopfkissen für Rückenschläfer

Diese Schlafposition gilt als die gesündeste. Etwa 20 Prozent der Menschen schlafen hauptsächlich auf dem Rücken.

Rückenschläfer sollten ein kleines und flaches Kissen wählen, welches sowohl den Hinterkopf als auch den Nacken stützt. Geeignet sind dafür flache Nackenkissen, Körnerkissen oder Kissen mit Naturhaarfüllung.

Zu hohe Kissen sind für Rückenschläfer eher ungeeignet, denn die Wirbelsäule kann dann nicht die natürliche S-Linie annehmen, weshalb es dann häufig zu Verspannungen kommt.

Kopfkissen für Seitenschläfer

Seitenschläfer schlafen – wie sollte es anders sein – vorwiegend auf einer Seite. Diese Schlafposition bevorzugen etwa zwei Drittel der Menschen.

Für Seitenschläfer besteht die Gefahr, dass ein zu hohes oder auch zu flaches Kissen zu einer einseitigen Überdehnung des Nackens führt. Dadurch sind Verspannungen und später auch Nacken- und teils Kopfschmerzen eigentlich vorprogrammiert.

Seitenschläfer sollten aus diesem Grund zu einem Kopfkissen greifen, welches den Bereich zwischen Schulter und Hals optimal ausfüllt und so den Kopf stützt. Die Wirbelsäule sollte bei Seitenschläfern in liegender Position idealerweise eine gerade Linie bilden.

Empfehlenswert sind spezielle Seitenschläfer- oder höhere Nackenstützkissen, wenn das klassische Kopfkissen Schulter- und Nackenbeschwerden verursacht. Geeignet sind außerdem hochwertige Kissen mit Daunen- oder Synthetikfüllung.

Kopfkissen für Bauchschläfer

Ähnlich wie Rückenschläfer müssen Bauchschläfer auf die S-Linie ihrer Wirbelsäule achten. Etwa 10 Prozent der Menschen schlafen auf dem Bauch.

Die Bauchlage ist eigentlich die ungünstigste Schlafposition für die Halswirbelsäule. Bauchschläfer sollten zu einem sehr flachen Kissen greifen, um den Nacken vor einem zu starken Abknicken zu schützen.

Nun mag man vermuten, dass Bauchschläfer nicht unbedingt ein Kissen benötigen. Das ist jedoch falsch. Sinnvoller sind spezielle Bauchschläferkissen, die den Anforderungen an diese Schlafposition entsprechen.

Kopfkissen für Mischschläfer

Da nur die wenigsten Menschen im Schlaf in einer Position verharren, sind die meisten von ihnen eigentlich so genannte Mischschläfer.

Wer die Schlafposition häufig wechselt, benötigt ein entsprechendes Kopfkissen, das sich für mehrere Positionen eignet. Der Wechsel erfolgt meist zwischen Rücken- und Seitenlage, ein Nackenkissen ist deshalb meist die beste Wahl.

Spezielle Kissen bei Nacken- und Rückenschmerzen

Wer bereits unter Nacken- und Rückenschmerzen leidet, sollte nicht zu einem herkömmlichen Kopfkissen greifen. Hier ist ein spezielles Nackenstützkissen wohl die beste Wahl. Diese Kissen bestehen aus einem Schaumstoff-, Latex- oder Gelkissen und sorgen so für einen stabilen Halt des Kopfes. Sie verfügen über eine Mulde, in welcher der Kopf gelegt und die Halswirbel so entlastet werden. Verspannungen lassen sich so nicht nur vermeiden sondern meist auch lindern.

Kopfkissen für Allergiker – diese Alternativen gibt es

In Deutschland nehmen Unverträglichkeiten und Allergien immer weiter zu. Inzwischen leiden etwa 20 Prozent aller Deutschen an einer Allergie. Gerade Allergiker müssen häufig auch auf das richtige Kopfkissen achten, welches antiallergen sein sollte.

Wie bei den Füllungen bereits erwähnt gibt es natürlich einige Materialien, die für Allergiker geeignet sind.

 

Doch bei welchen Allergien spielt die Wahl des richtigen Kopfkissens überhaupt eine Rolle?

Grundsätzlich sollten natürlich Menschen mit Hausstauballergie auf die Wahl des Materials achten. Allerdings ist hier nicht Staub die Ursache, sondern vielmehr der Kot, denn die Hausstaubmilben im Kissen hinterlassen können und so eine so genannte Inhalationsallergie auslöst. Hinzu kommen so genannte Kontaktallergie, die bei der Berührung mit bestimmten Stoffen und Substanzen zu Reaktionen führen.

 

Folgende Allergene können bei Allergikern Reaktionen hervorrufen:

 

  • Hausstaubmilben
  • Tierhaare
  • Federn
  • Schimmelpilze
  • Chemikalien
  • Naturlatex

Füllmaterialien und Bezugsstoffe, die für Allergiker geeignet sind

 

Generell sollten immer die Materialien vermieden werden, gegen die eine Allergie besteht. Wer gegen Hausstaubmilben allergisch reagiert, sollte zu einem Kopfkissen greifen, das hygienisch einwandfrei ist. Es ist wichtig, dass die Kissen bei mindestens 60 Grad Celsius waschbar sind. Gleiches gilt auch für den Bezugsstoff.

 

Geeignet sind als Kissenfüllung folgende Materialien:

 

  • Viscoschaum
  • Baumwolle
  • Hohlfaserkügelchen
  • Microfaser
  • Naturlatex
  • Kapok

Kopfkissen für Wasserbetten – darauf muss geachtet werden

Wasserbetten können das Risiko für Rücken- und Nackenschmerzen reduzieren. Doch ein gutes Wasserbett kann auch nur dann dazu beitragen, wenn ein passendes Kopfkissen verwendet wird.

Entscheidend ist bei einem Wasserbett vor allem die Höhe des Kissens. Gerade für Seitenschläfer ist das von Bedeutung, da die Schulter in das Wasserbett recht tief einsinkt. Der Abstand zwischen Matratze, Schulter und Kopf muss vom Kissen genau ausgefüllt werden. Während bei einer normalen Matratze ein relativ hohes Kissen notwendig ist, sollte bei einem Wasserbett zu einem flacheren und am besten für Wasserbetten geeigneten Kissen gegriffen werden. Die Füllung ist bei Kissen für die Nutzung auf Wasserbetten nicht unbedingt entscheidend, hier kommt es auf das persönliche Gefühl des Anwenders an.

Fazit: Für das richtige Kopfkissen sind die individuellen Vorlieben entscheidend

Alles in Allem lässt sich sagen, dass es vor allem die individuellen Vorlieben des Einzelnen sind, die für die Wahl des richtigen Kopfkissens von Bedeutung sind. Letztlich hat nicht nur das richtige Kopfkissen Einfluss auf einen gesunden Schlaf, auch die gesamte Schlafumgebung trägt dazu bei.