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Wasserkissen

Wasserkissen – für einen entspannten und erholsamen Schlaf

Die kanadische Firma „Mediflow“ entwickelte Wasserkissen ursprünglich für den Gesundheitsmarkt. Das Ziel: ein individuell passender Stützkomfort für Kopf und Nacken in jeder Schlafposition, wodurch die Schlafqualität verbessert und Nackenschmerzen reduziert werden sollen.

Inzwischen haben Wasserkissen auch über den Gesundheitsmarkt hinaus große Beliebtheit erlangt und werden gern als Alternative zu den herkömmlichen Kopfkissen eingesetzt.

Was ist eigentlich ein Wasserkissen und wie funktioniert es?

 

Wie es der Name erahnen lässt, handelt es sich bei einem Wasserkissen um ein Kissen mit Wasserfüllung. Anders als vielleicht vermutet, ähnelt es jedoch nicht einer Wärmflasche. Denn die Wasserfüllung befindet sich im Kern des Kissens, um den sich mehrere Schichten aus hochwertigen Materialien wie Federn und Daunen, Fasern oder auch Kaltschaum legen. Die Kissen sind meist in Größen von 40 x 80 oder 50 x 70 cm erhältlich. Bedingt ist dies durch den speziellen Aufbau. Schon in der Praxis zeigte sich, dass ein Kissen mit Wasserfüllung mit den üblichen Standardmaßen (80 x 80 cm) nicht für ausreichend Stabilität und Stützkraft sorgen kann. Zudem wird ein Wasserkissen je nach Wassermenge sehr schwer. 

 

Wasserkissen funktionieren recht einfach. Durch die Füllmenge lässt sich der Härtegrad des Kissens individuell an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen. Anders als bei herkömmlichen Kissen sinkt der Kopf nicht ein, die Wirbelsäule bleibt in ihrer natürlichen Position. Dadurch kann sie sich im Schlaf regenerieren, Verspannungen gehören der Vergangenheit an.

Letzte Aktualisierung am 16.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Vor- und Nachteile von Wasserkissen

Gegenüber herkömmlichen Kissen haben Wasserkissen einige Vorteile. Sie werden vor allem bei verschiedensten Beschwerden gerne eingesetzt. Dafür sind sie auch etwas teurer und komplexer in der Verwendung:

Vorteile

  • vielseitig einsetzbar auch bei bereits bestehenden Nacken- und Halswirbelsäulenbeschwerden
  • sorgt für erholsamen Schlaf dank deutlich höherem Liegekomfort
  • Härtegrad entsprechend der Füllmenge individuell regulierbar
  • geeignet für Allergiker und Asthmatiker

Nachteile

  • wesentlich kleiner als herkömmliche Kissen, durch das Wasser aber auch schwerer
  • preisintensiver als klassische Kissen
  • kann undicht werden
Sind Wasserkissen für Seiten- / Rücken- / Bauchschläfer geeignet?

Grundsätzlich eignen sich Wasserkissen für die Anwendung in jeder Schlafposition. Ganz gleich ob Rücken-, Seiten- oder Bauchschläfer – Kissen mit Wasserfüllung können in jeder Lage Verspannungen vorbeugen.

Während das Kissen in Rücken- und Seitenlage auch höher sein kann, sollten Bauchschläfe nur wenig Wasser einfüllen. Geeignet ist das Wasserkissen auch für Mischschläfer, die in der Nacht ihre Position nur gelegentlich wechseln.

Wasserkissen + Wasserbett – passt das?

Wer ein Wasserbett besitzt und zusätzlich ein Wasserkissen nutzen möchte, sollte einige Dinge beachten.

Wichtig ist zunächst, dass das Wasserkissen nicht zu groß ist. Schließlich gehören die Schultern auf die Matratze und nicht auf das Kissen.

Weiterhin muss der Härtegrad des Wasserkissens auf das Wasserbett abgestimmt sein. Ein zu schweres Kissen und ein vergleichsweise weiches Wasserbett sorgen für ein zu starkes Einsinken des Kissens. Dadurch verliert das Kissen seine eigentliche Stützwirkung.

Ist bei einem Wasserkissen Schimmelbildung möglich?

Feuchtigkeit ist dafür bekannt, Schimmel zu begünstigen. Das kann durchaus auch bei einem Wasserkissen passieren. Deshalb sollte vor allem beim Befüllen des Kissens darauf geachtet werden, dass kein Wasser in die Dämmschicht gelangt.

In diesem Fall ist es wichtig, dass Kissen gut an der Luft durchtrocknen zu lassen. Das Wechseln des Wassers empfiehlt sich deshalb auch eher in der wärmeren Jahreszeit, in der das Kissen schneller trocknen kann.

Richtig schlafen auf einem Wasserkissen kann Schmerzen lindern

Die Anwendung eines Wasserkissens ist eigentlich kinderleicht. Das enthaltene Wasser sorgt dafür, dass sich das Kissen optimal an deinen Kopf anpasst. Es trägt also den Kopf, ohne die Wirbelsäule in eine ungünstige Position zu bringen. Da sich das Wasser im Kern hin und her bewegt, wird der Kopf automatisch in eine anatomisch richtige Lage gebracht.

Inzwischen werden sogar Studien durchgeführt, welche die schmerzlindernde Wirkung durch die Nutzung von Wasserkissen untersuchen. Es zeigt sich dabei, dass es zu einer Linderung der Schmerzen beim Aufstehen kommt. Kissen mit Wasserfüllung können deshalb auch hilfreich bei Problemen wie Nacken- und Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall und dem HWS-Syndrom sein.

Für das richtige und erholsame Schlafen spielt hier natürlich auch der Härtegrad eine wichtige Rolle. Im nächsten Abschnitt wird dazu informiert.

So wird das Wasserkissen richtig befüllt

Wasserkissen verfügen über einen kleinen Verschluss an der Rückseite, über den das Wasser eingefüllt werden kann. Damit nichts danebengeht, empfiehlt sich die Nutzung eines Trichters, viele Hersteller bieten diesen als kleines Hilfsmittel direkt zum Kissen an.

Zum Befüllen des Kissens ist normales Leitungswasser ausreichend. Die Füllmenge variiert je nach gewünschtem Härtegrad und Fassungsvermögen zwischen zwei und fünf Litern. Zusatzmittel für das Wasser sind weder notwendig noch empfehlenswert.

Üblicherweise kann das Wasser ein Jahr im Kissen verbleiben und sollte dann gewechselt werden. Ein häufigerer Wasserwechsel ist aber auch möglich, gerade wenn der optimale Härtegrad noch gefunden werden muss.

Füllmaterialien für Wasserkissen

Neben dem eigentlichen Wasserbehältnis werden noch weitere Materialien bei einem Wasserkissen eingesetzt. Sie stellen die Dämmschicht dar, welche zum einen der Temperaturregulierung und zum anderen dem Komfort dient. Den Kern umhüllt meist eine thermo-isolierende Schicht.

Typische Füllmaterialien für die Dämmschicht sind Federn/Daunen, Fasern oder auch Gelschaum.

Federn/Daunen als Dämmschicht

Federn und Daunen sind unter den Kissenfüllungen der Klassiker. Daunen sind weich und bieten Komfort, Federn bieten Stützkraft. Federn und vor allem Daunen wirken isolierend und eignen sich deshalb in der kalten Jahreszeit. Federn- und Daunenkissen sind generell sehr langlebig und einfach in der Pflege, auch die Feuchtigkeitsregulierung ist sehr gut.

Jedoch sind Federn und Daunen nicht für Allergiker geeignet, auch Menschen, die stark schwitzen, sollten zu anderen Materialien greifen.

Fasern als Dämmschicht

Wird von einer Faserfüllung gesprochen, dann sind damit Kunstfasern wie Watte, Polyester oder Mikroperlen gemeint. Geeignet sind Kunstfasern für Allergiker und Asthmatiker, sie sind preisgünstig und einfach zu reinigen.

Nachteilig ist jedoch die kürzere Lebensdauer, denn es kaum schneller zu einem Durchliegen oder auch Verklumpungen kommen.

Dämmschicht aus Gelschaum

Das spezielle Gel in Gelkissen sorgt für Entlastung und bietet zudem eine gewisse Stützkraft. Die Kissen enthalten entweder nur Gel oder ein Gel-Kaltschaum-Gemisch. Gelkissen passen sich dem Kopf- und Nackenbereich perfekt an, fördern die Durchblutung und sind allergikerfreundlich.

 

Vor allem bei den ersten Anwendungen kann Gel oder Gelschaum ein unangenehmes Gefühl verursachen. Die Materialien eignen sich zudem nur bedingt für Menschen mit sehr unruhigem Schlaf. Zudem weisen einige Exemplare einen starken Eigengeruch auf.

Sind Wasserkissen für Kinder geeignet?

Der Bewegungsapparat von Kindern befindet sich noch im Wachstum, Fehlhaltungen (die auch im Schlaf auftreten) können zu einer Beeinträchtigung der Entwicklung und zu langfristigen Haltungsschäden führen. Deshalb sind zumindest für ältere Kinder auch Nackenstützkissen sinnvoll. Wasserkissen können aufgrund der regulierbaren Höhe sogar mitwachsen und in unterschiedlichen Altersstufen zum Einsatz kommen.

Richtige Pflege und Reinigung eines Wasserkissens

Der Mensch schwitzt im Schlaf etwa eineinhalb Liter Wasser aus, ein recht großer Teil geht dabei über Kopfhaut und Schweißdrüsen im Gesicht, am Hals und an den Schultern verloren. Außerdem verliert der Mensch jede Nacht mehrere Millionen Hautschüppchen. Beides landet dann auf dem Kopfkissen.

Da gerade Feuchtigkeit – je nach Material – auch tief in die Dämmschichten dringen kann, wird das Kissen – begünstigt durch die Körperwärme – durch die tägliche Nutzung natürlich auch verunreinigt.

In bestimmten Abständen sollte das Wasserkissen deshalb gereinigt werden.

Sinnvoll ist zunächst ein bei 60°C waschbarer Bezug, der regelmäßig in der Waschmaschine gereinigt wird. Zudem sollte auch die Einfüllöffnung des Wasserbehältnisses regelmäßig sorgfältig gereinigt werden, damit sich – sofern Leistungswasser verwendet wird – am Verschluss keine Kalkablagerungen bilden, die zu Undichtigkeit führen können.

Je nach Hersteller lässt sich der Wasserkern auch herausnehmen, das Kissen kann dann den Herstellerangaben gemäß gereinigt werden. Es sollten jedoch keinerlei chemische oder giftige Substanzen bei der Reinigung zum Einsatz kommen.

Was kann bei einem undichten Wasserkissen getan werden?

Wie schon im Abschnitt „Reinigung und Pflege“ erwähnt, kann Kalk rund um die Einfüllöffnung durchaus dazu führen, dass das Kissen undicht wird. Dies lässt sich mit einer gründlichen Reinigung jedoch schnell beheben.

Ist ein Materialfehler (auch an einer anderen Stelle des Wasserbehältnisses) Ursache für die Undichtigkeit, dann greift in der Regel die Kulanz oder Garantie des Herstellers und das Kissen wird ersetzt oder der Kaufpreis erstattet. Beruht die Undichtigkeit auf einer falschen Anwendung, dann bleibt nur der Ersatz auf eigene Kosten. Undichte Stellen selbst zu flicken, ist nicht zu empfehlen, da dies dem Druck beim Schlafen nicht lange standhält.

Wasserkissen kaufen – aber wo?

Wasserkissen sind mittlerweile so beliebt, dass sie nicht mehr nur im Fachhandel für Gesundheitsprodukte, sondern auch im Internet erhältlich sind.

Der Fachhandel bietet natürlich den Vorteil einer eingehenden Beratung, zudem ist es möglich, auf einem Kissen Probe zu liegen und sich so einen Eindruck darüber zu verschaffen, wie angenehm sich das Kissen anfühlt. Allerdings sind Wasserkissen im Handel vor Ort bislang noch nicht überall zu finden, weshalb auch der Kauf im Internet möglich ist. Hier ist es natürlich genauso möglich, sich eingehend über verschiedene Testportale zu informieren. Das Kissen kann dann bequem von zu Hause aus bestellt werden und wird auch dahin geliefert, ohne lange nach einem Händler zu suchen.